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It’s been a while

Wenn es etwas gäbe, was du dir wünschen könntest, was würde das sein? – Ich wüsste es nicht einmal. Ich wüsste, was ich nicht wollte, aber wollen, was würde ich wollen? Ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt. Ich bin ein bisschen hier und ein bisschen dort, tanze auf allen Hochzeiten, die sich mir aufdrängen. Versuche, mich zwischen 400 anderen Menschen zurechtzufinden, in Gebieten, die ich noch nicht ansatzweise kenne – ich will mich nicht beklagen, ich hab’ mich ja selbst für diesen Weg entschieden. Aber wenn ich Zeit habe, auf diesem Weg kurz stehen zu bleiben, wenn abends die Lichter ausgehen, wenn meine Schritte als einzige über den Asphalt hallen, frag’ ich mich, ob das alles richtig ist. Wo der Ort ist, an dem man seine Füsse hochlegen kann und nie wieder aufstehen möchte. Vielleicht, ja. Wie ein Fisch im Wasser schwimmen zu können. Die Strassen schon entdeckt zu haben. Nicht mehr ausser Atem kommen. Ich glaube das wärs. Oder ein Trampolin. Eins von beidem.
Aber ich kann mir ja gar nichts wünschen.
Angekommen

„Quand on arrive dans une ville, on voit des rues en perspective, des suites de bâtiments vides de sens. Tout est inconnu, vierge. Plus tard, on aura habité cette ville; on aura marché dans ses rues; on aurait été au bout des perspectives; on aura connu ses bâtiments; on aura vécu des histoires avec des gens. Quand on aura vécu dans cette ville, cette rue on l’aura prise dix, vingt, mille fois…Au bout d’un moment, tout ça vous appartient parce qu’on y a vécu. C’est ce qui allait m’arriver, et je le savais pas encore.”
- Xavier, l’auberge espagnole
Und so warte ich, bis auch ich diese Gassen zehn, zwanzig, tausend Mal gelaufen bin, bis sie vertraut sind und Lina vielleicht auch nicht mehr skeptisch ist.
Done.
Schlimmer als am Montagmorgen früh aufzustehen ist, am Montagmorgen früh aufzustehen um zu zügeln. Was für eine Qual! Nicht, dass mein Betriebssystem normalerweise so zwei Stunden nach Weckergeklingel (inkl. obligatorischem Snoozen) und Kaffee erst richtig zu laufen beginnt oder dass ich im Facebookquiz “Welches Tier bist du?” wahrscheinlich das Faultier als Resultat erzielen würde, aber frühmorgens Möbel verladen?! Geht eigentlich gar nicht.
- Ging aber doch. Morgen wird mich der Muskelkater wahrscheinlich umbringen, aber es gibt ja bald Unisport (und bei dieser riesen Auswahl wird sicher etwas dabei sein, dass den Kriterien “nicht allzu sehr schwitzen” und “Krafttraining für schlanke, aber muskellose Mid-Zwanziger” entspricht.

Und nach diesen sechs Stunden Umzugsstress (Möbel ins Auto verladen, Autofahrt, Möbel ausladen und in den dritten Stock schleppen (Notiz an mich selbst: Fahrstuhl bei der nächsten Wohnungssuche als Kriterium berücksichtigen), aufbauen und wieder nach Hause fahren) gönne ich mir jetzt ein ausgiebiges Power-Napping. Gute Nacht!
PS: Ja, das Bild soll eigentlich Anreiz zu einem kollektiven “Ohh, du Arme!”-Seufzer sein. Ich brauch’ das. Ich Memme.
Umzugsgedanken

Soll ich wirklich alle CDs einpacken? Was, wenn ich am Wochenende hier bin und die CD, die ich gerade dann und um jeden Preis hören will im andern Zuhause? Oder umgekehrt?
Es ist doch eine Krux mit zwei Wohnorten! Abgesehen davon, dass ich mir vom eisern Ersparten nur wegen dem Zweitwohnsitz ein neues Bett inkl. Matratze, einen neuen Schreibtisch, ein zusätzliches Bücherregal und eine neue Kleiderkommode werde kaufen müssen, halten mich diese kleinen Fragen im Moment ganz schön auf. Ich glaube fast, ich werde am Wochenende immer mit einem Koffer hin und her fahren, um auch ja alles Nötige Unnötige dabeizuhaben.
Umzugstermin ist übrigens in zwei Wochen und natürlich ist bis jetzt weder gepackt, gekauft noch verstaut – ich sollte mich vielleicht wirklich mehr an meinen eigenen Header halten.

