Archiv für die Kategorie ‘Argh!’
Yawn.
Aufstehen in diesen Tagen verstösst gegen das Folterverbot – wir stimmen darüber ab, ob wir Minarette wollen (ich gehöre zu den 43 %, nur nebenbei), aber niemand stellt eine Pro-Winterschlaf-Initiative auf. Geht ja auch gar nicht, schon klar. Aber schön wärs. Die Wohnung schon im September mit allen nötigen Vorräten vollstopfen, sich noch einen Monat lang mit allen Freunden treffen und im November einfach die Bettdecke über den Kopf ziehen, adieu du schnöde Welt! Bis im Frühling, wenn alles wieder auftaut. Bleib’ wie du bist, nein, werd’ doch ein bisschen besser.
Ich wünsch mir nichts zu Weihnachten ausser ein bisschen Schlaf, das ist nicht viel. Das geht sicher ok. War ja auch ganz brav dieses Jahr. Aber bitte lass das mit der Schlaflosigkeit, ich mag nicht jede Nacht erst um Fünf in der Früh die Einfahrt zur Traumstrasse finden. Vor allem nicht in den letzten Tagen des Jahres, durch die ich eh schon auf allen Vieren krieche. Bin nächstes Jahr auch noch netter, versprochen.
PS: Ich geh’ jetzt ins Bett, enttäusch’ mich also bitte nicht.
Revolution
“Wir” sind jetzt auch dabei. Typisch Schweizer natürlich ein bisschen später als alle anderen, aber immerhin – auch wir können jetzt revolutionieren, juhui! Was haben wir doch immer gespannt den Geschichten unserer Eltern zugehört, wow, besetzte Unis, wow, Streiks und Strassenschlachten und freie Liebe, wow. Jetzt können wir das auch! Wahnsinn. Echem.
Dank meinen Kommilitonen hatte ich heute also fast den ganzen Tag frei, 400 Studenten kann man halt nicht einfach so in einen anderen Raum einteilen. Da hätte ich ja richtig ausschlafen und in aller Ruhe brunchen, ein langes Bad am Mittag nehmen und gemütlich Zeitung lesen, mich so gegen 14.00 Uhr gemächlich im Seminar einfinden und in all dieser Zeit ein schönes Musikstück für Sie auswählen können. Aber nein. Pünktlich um Zehn dagestanden. Für nix. War auch zu spät um wieder nach Hause zu gehen und sich nochmals ins Bett zu legen. Bücher auch keine dabei, lernen fiel aus. Den ganzen Vormittag in Cafés rumgehangen und Zeit vertrödelt. Am Schluss ausgesehen wie ein Lastesel, weil blöde Dinge gekauft und dabei nicht überlegt, dass die noch den ganzen Tag herumgetragen werden müssen. Deshalb auch total verschwitzt überall angekommen. War fertig wie nach acht Stunden Vorlesung. Aber hey, dafür haben wir jetzt eine besetzte Uni. Ich kann die Begeisterung leider nicht richtig zeigen, die würde den Rahmen total sprengen. Soooo begeistert bin ich. Toll macht ihr das. Echem. Nein nein, das ist kein Sarkasmus, ich hab’s grade ein bisschen mit dem Hals. Also, Danke, liebe Kommilitonen. Arbeitet doch bitte noch ein bisschen an der Informationsverbreitung, zwecks Tagesplanung und so. Vielleicht komm’ ich dann trotzdem mal vorbei, vielleicht.
Nachtrag: kann man eigentlich auch gegen Proteste protestieren?
Technikschrott
Es ist unglaublich, vor wievielen abartig bösen Spam-Kommentaren Askimet mich in den letzten Tagen schützen möchte – die müssen so böse sein, dass ich die nicht mal angucken darf..
Falls ein Kommentar von jemandem von euch nie aufgetaucht ist: so sorry! Und ehm ja, vielleicht kein Kommentar hier posten sondern kurz eine Email schreiben (andievondort(ät)gmail(pünktli)com)
Entfällt!
“Musik am Mittwoch” entfällt wegen Schockstarre der Blogbetreiberin. Corpus delicti:
“Crème gegen erste Falten. Glättet. Entspannt. Mildert.”
Hallo?? Seh’ ich etwa schon so alt aus oder was wollte mir die Verkäuferin mit diesem Müsterchen bloss sagen? Und wie zum Henker soll ich jetzt noch entspannen*?
Einen Moment lang bin ich doch erleichtert, dass mich spätestens morgen ein Kioskbetreiber nach meinem Ausweis wegen Zigarettenkaufs fragen wird (machen die nämlich immer. Immer! Wehe, morgen nicht.). Und dieses eine Mal werde ich ihn dankbar anlächeln. Ich schwörs!
* natürlich trotzdem gleich ausprobiert – schaden kanns ja nicht.
Done.
Schlimmer als am Montagmorgen früh aufzustehen ist, am Montagmorgen früh aufzustehen um zu zügeln. Was für eine Qual! Nicht, dass mein Betriebssystem normalerweise so zwei Stunden nach Weckergeklingel (inkl. obligatorischem Snoozen) und Kaffee erst richtig zu laufen beginnt oder dass ich im Facebookquiz “Welches Tier bist du?” wahrscheinlich das Faultier als Resultat erzielen würde, aber frühmorgens Möbel verladen?! Geht eigentlich gar nicht.
- Ging aber doch. Morgen wird mich der Muskelkater wahrscheinlich umbringen, aber es gibt ja bald Unisport (und bei dieser riesen Auswahl wird sicher etwas dabei sein, dass den Kriterien “nicht allzu sehr schwitzen” und “Krafttraining für schlanke, aber muskellose Mid-Zwanziger” entspricht.

Und nach diesen sechs Stunden Umzugsstress (Möbel ins Auto verladen, Autofahrt, Möbel ausladen und in den dritten Stock schleppen (Notiz an mich selbst: Fahrstuhl bei der nächsten Wohnungssuche als Kriterium berücksichtigen), aufbauen und wieder nach Hause fahren) gönne ich mir jetzt ein ausgiebiges Power-Napping. Gute Nacht!
PS: Ja, das Bild soll eigentlich Anreiz zu einem kollektiven “Ohh, du Arme!”-Seufzer sein. Ich brauch’ das. Ich Memme.

